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Klimaschutz

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Klimaschutz als Zukunftsaufgabe

Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Weltweit steigen die Temperaturen, Extremwetterereignisse nehmen zu, Gletscher schmelzen, und Meeresspiegel steigen – die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels sind bereits heute spürbar. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen deutlich: Wenn wir jetzt nicht handeln, könnten die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen dramatisch sein. Klimaschutz ist daher nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern auch eine gesellschaftliche und politische Aufgabe, die gemeinsames Handeln auf lokaler wie globaler Ebene erfordert. Doch was bedeutet effektiver Klimaschutz konkret – und welche Maßnahmen sind notwendig, um eine nachhaltige Zukunft zu sichern? Deutschland hat sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2040 um mindestens 88 % im Vergleich zu 1990 zu senken und bis spätestens 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen. Diese Ziele sind ambitioniert – aber notwendig. Als Teil der Europäischen Union tragen wir zur Umsetzung des "European Green Deal" bei, der ebenfalls eine treibhausgasneutrale Wirtschaft bis 2050 vorsieht. Deutschland will diese Ziele durch eine Vielzahl von Maßnahmen erreichen – etwa durch den Ausbau erneuerbarer Energien, die Förderung klimafreundlicher Mobilität, energetische Gebäudesanierung und eine nachhaltige Landwirtschaft. Diese Ziele gelten auch für die Regionen und Landkreise – und damit für uns hier vor Ort. Um die hohe Lebensqualität in unserer Region zu sichern und auch kommenden Generationen eine intakte Umwelt und lebenswerte Bedingungen zu hinterlassen, hat der Landkreis Mansfeld-Südharz den Klimaschutz als freiwillige Aufgabe fest in der Verwaltung verankert. Gefördert wird diese durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Mit der Schaffung einer eigenen Stelle für kommunalen Klimaschutz setzen wir ein wichtiges Zeichen und übernehmen Verantwortung im Rahmen internationaler, europäischer und nationaler Klimaschutzziele. Strukturwandel als Chance nutzen: Der Landkreis Mansfeld-Südharz gehört als Teil des Mitteldeutschen Braunkohlereviers zu den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen. Der Strukturwandel bis spätestens 2038 stellt Herausforderungen, bietet aber auch die Chance, die Region zukunftsfähig und nachhaltig neu auszurichten. Der „Masterplan Strukturwandel“ des Landkreises bildet dafür die Grundlage. Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung sind dabei zentrale Säulen. In unserer Region verläuft derzeit nicht nur ein tiefgreifender ökologischer Wandel, sondern zugleich eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Neuorientierung.

 
Blurred green target symbol on green background symbolizing carbon emission reduction efforts. Concept Sustainability, Carbon Emission Reduction, Green Background, Target Symbol, Blurred Focus

Klimaschutzziele kurz erklärt:

Die deutschen Treibhausgasminderungsziele sind im Bundes-Klimaschutzgesetzes (Stand August 2024) festgelegt. Bis zum Jahr 2045 hat Deutschland das Ziel Netto-Treibhausgasneutralität zu erreichen. Als Bezugsmaßstab dient hier ein Vergleich der Emissionen gegenüber dem Jahr 1990.

Kernpunkte des deutschen Klimaschutzgesetzes:

  • Senkung der Treibhausgasemissionen um 65% bis 2030

  • Senkung der Treibhausgasemissionen um 88% bis 2045

  • Treibhausgasneutralität bis 2045
     

Treibhausgasneutralität beschreibt das Gleichgewicht zwischen Ausstoß und Abbau von Treibhausgasen. Es werden demnach nur so viele Treibhausgase durch menschliche Aktivitäten freigesetzt, wie auch aus der Atmosphäre wieder entfernt werden können. CO2- oder Treibhausgas-Neutralität erreichen Länder und Kommunen auf zwei Wegen: Entweder werden Emissionen von vornherein durch Aufforstung oder CO2-Abscheidung reduziert oder unvermeidbare Restemissionen durch geeignete Maßnahmen kompensiert. Treibhausgasneutralität ist entscheidend, um die globale Erwärmung zu begrenzen und eine nachhaltige Zukunft zu sichern.

(Quelle: www.klimaschutz-kommune.de)

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

seit dem 1. August 2025 darf ich – Annett Müller, Diplom-Biologin und gebürtige Sangerhäuserin – die neu geschaffene Stelle als Klimaschutzmanagerin im Landkreis Mansfeld-Südharz übernehmen. Nach über zwei Jahrzehnten Tätigkeit im Projektmanagement freue ich mich, nun mit voller Überzeugung und viel Engagement in meine Heimatregion zurückzukehren, um gemeinsam mit Ihnen an einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Entwicklung unseres Landkreises zu arbeiten.

Ein Klimaschutzkonzept für Mansfeld-Südharz

Zentrales Ziel meiner Tätigkeit ist die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts für unseren Landkreis bis Juli 2027. Dieses wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Gemeinsam mit Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und – nicht zuletzt – mit Ihnen als Bürgerinnen und Bürger möchte ich fundierte, praxisnahe Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen, zur effizienteren Nutzung von Energie und zum Ausbau erneuerbarer Energien erarbeiten und umsetzen.

Klimaschutz als Teil des Strukturwandels

Im Landkreis Mansfeld‑Südharz trifft der Klimawandel auf eine Region im Wandel – geprägt von industrieller Bergbautradition, nun auf dem Weg zu ökologischer und wirtschaftlicher Erneuerung. Die Herausforderung liegt darin, Klimaschutz, Strukturförderung und nachhaltige Entwicklung miteinander zu verbinden – als Basis für eine resilientere und lebenswertere Zukunft. 

Unser Landkreis ist Teil des Mitteldeutschen Braunkohlereviers und gehört damit zu den vom Kohleausstieg bis 2038 betroffenen Regionen. Mit dem „Masterplan Strukturwandel“ wurde bereits eine wichtige Grundlage für die sozialverträgliche und wirtschaftlich erfolgreiche Neuausrichtung der Region gelegt. Der Klimaschutz wird diesen Wandel aktiv begleiten und gestalten. Energieeinsparung und Energieeffizienz gewinnen in diesem Prozess eine immer größere Bedeutung – für Unternehmen, Kommunen, private Haushalte und nicht zuletzt auch für den Arbeitsmarkt.

Gemeinsam für unsere Zukunft

Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Deshalb werde ich eng mit anderen Klimaschutzmanagerinnen und -managern in Städten und Gemeinden zusammenarbeiten sowie mit der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA), um Synergien zu nutzen, Wissen auszutauschen und gemeinsam tragfähige Lösungen für die Region zu entwickeln.

Ihre Beteiligung ist gefragt!

Ich lade Sie herzlich ein, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen – mit Ihren Ideen, Ihrer Erfahrung und Ihrem Engagement. In den kommenden Monaten wird es vielfältige Beteiligungsformate, Informationsveranstaltungen und Austauschmöglichkeiten geben, bei denen Sie sich einbringen können. Denn der Klimaschutz in Mansfeld-Südharz lebt von und mit seinen Menschen.

Ich freue mich darauf, diesen wichtigen Weg mit Ihnen gemeinsam zu gehen.

Mit freundlichen Grüßen

Annett Müller

Klimaschutzmanagerin Landkreis Mansfeld-Südharz

Förderdetails

Titel des Vorhabens: „KSI: Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes durch ein Klimaschutzmanagement für den Landkreis Mansfeld-Südharz - Erstvorhaben“

Laufzeit: 01.08.2025 – 30.07.2027

Förderkennzeichen: 67K23254

Ziel: Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis Mansfeld-Südharz

Inhalt des Vorhabens: Analyse des Ist-Zustands durch Erstellung einer Energie- und Treibhausgas-Bilanz, Potenzialanalyse, Maßnahmenkatalog sowie die Umsetzung mindestens einer konkreten Maßnahme aus dem Klimaschutzkonzept innerhalb des Förderzeitraums

Nationale Klimaschutzinitiative (NKI)
Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemission leistet. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

Frau Annett Müller
Klimaschutzmanagerin

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Telefon: 03464/ 535-5120