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Projekte des Landkreises

Etablierung eines Regionalen Gesundheits- und Notfallzentrum im Landkreis Mansfeld-Südharz (REGENT)

An den Standorten in Sangerhausen und Hettstedt wird – gekoppelt mit hochmodernen Rettungswachen – eine ambulante Versorgung für die Bevölkerung im ländlichen Raum aufgebaut und Ärzte dort in Anstellung gebracht. Dabei geht es unter anderem um die Primärversorgung von Patienten, aber auch innovative Projekte wie Telemedizin. Im Projekt „REGENT“ arbeitet der Landkreis eng mit der Universitätsklinik Halle und den Helios Kliniken Mansfeld-Südharz zusammen.

Mit dem fast 24-Millionen-Euro-Projekt REGENT geht der Landkreis innovative Wege in der medizinischen Versorgung in Mansfeld-Südharz. Das Gesamtvorhaben wird in zwei Teilprojekte gegliedert und umgesetzt. Die Investitionssummen belaufen sich in Hettstedt auf etwa 9,8 Mio. € und in Sangerhausen auf 13,9 Mio. €

Bei dem oben genannten Vorhaben handelt es sich um ein Projekt zur Umsetzung des Strukturentwicklungsprogramms des Landes Sachsen-Anhalt (4.2.6) und des Masterplanes Strukturwandel des Landkreises Mansfeld-Südharz (4.3).

Neubau Industriestraße Amsdorf im Rahmen der Qualitätsverbesserung und Erweiterung des Industrie- und Gewerbestandortes Amsdorf/ Etzdorf sowie deren Anbindung an die bestehende Infrastruktur

Im Landkreis Mansfeld-Südharz befindet sich, neben dem Burgenlandkreis, ein weiterer aktiver Braunkohletagebau im sachsen-anhaltischen Teil des Mitteldeutschen Reviers – in Amsdorf. Der Tagebau Amsdorf gehört zur ROMONTA Unternehmensgruppe und ist gekennzeichnet durch besonders bitumenreiche Braunkohlevorkommen, die eine stoffliche Nutzung dieser möglich macht. Bereits seit 1922 wird aus dieser Braunkohle Montanwachs großtechnisch hergestellt. ROMONTA ist mit diesem Nischenprodukt nach wie vor Weltmarktführer mit einer über 100-jährigen Tradition in der Braunkohleveredelung.

Neben der Montanwachsproduktion und der kontinuierlichen Anpassung an Markterfordernisse investiert die Unternehmensgruppe seit einigen Jahren in neue Geschäftsfelder. Es wurde frühzeitig erkannt, dass am Standort Amsdorf alternative Wertschöpfungsketten entwickelt werden müssen.

Das Industriegebiet Amsdorf/ Etzdorf erfuhr in den letzten 10-15 Jahren eine sichtbare Diversifizierung. So siedelten sich mehrere weitere Unternehmen aus Industrie, Gewerbe sowie produktionsnaher Dienstleistungen an. Diese Unternehmen sind in verschiedenen Branchen tätig. Zum Beispiel nahmen eine Hühnerfarm, eine Biogasanlage, ein Holzverpackungsproduzent oder ein Bahntechnikunternehmenden ihren Betrieb auf.

Im Rahmen des Strukturwandels ergeben sich weitere Handlungsnotwendigkeiten, um weitere Unternehmen anzusiedeln und damit zusätzliche qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen und langfristig zu sichern. Das Projekt dient der Umsetzung des vom Kreistag beschlossenen Masterplanes zur Gestaltung des Strukturwandels im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Braunkohleverstromung im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Die Industriegebiete Amsdorf und Etzdorf sind aktuell durch eine sonstige öffentliche Straße (Industriestraße) in der Straßenbaulastträgerschaft des Landkreises Mansfeld-Südharz verbunden. Diese bindet im Süden an die L 164 bzw. L 177 an und bildet damit die verkehrstechnische Erreichbarkeit der Industriestandorte an die Bundesautobahn A 38 (Anschlussstelle Schafstädt). Nördlich ist die Industriestraße an die L 175 angebunden und ermöglicht somit die Erreichbarkeit der Bundesstraße 80.

Der Landkreis Mansfeld-Südharz beabsichtigt den teilweisen Neu- bzw. Ausbau der vorhandenen Infrastruktur im Tagebaubereich, um die verkehrstechnische Anbindung und damit eine dauerhafte Investitionssicherheit für bereits vorhandene, aber auch ansiedlungswillige Firmen zu geben.

Der neu zu errichtende Abschnitt wird dabei höher geplant und bindet sowohl im Süden als auch im Norden wieder an die bereits vorhandene Straße an. Der im südwestlichen Teilbereich beabsichtigte Streckenverlauf schafft dabei die Voraussetzungen für neue Ansiedlungen auf einer Fläche von ca. 20 ha, im nördlichen Teilbereich werden Industrieflächen mit ca. 5 ha erschlossen.

„Ausbau der schienengebundenen wirtschaftsnahen Infrastruktur am Industriestandort Hettstedt/Großörner – Ersatzneubau Brücken BW 1, BW 7, BW 8, BW 10 und BW 11 und Ausbau der bestehenden Eisenbahninfrastruktur der Hauptanschlussbahn Hettstedt“

Ein intaktes, entwicklungs- sowie ausbaufähiges Eisenbahninfrastruktursystem mit nahem Zugang zu einem Tarifpunkt der DB ist für die Aufrechterhaltung sowie regional gewollter Ansiedlung zusätzlicher Industrieunternehmen, insbesondere unter der Zielstellung der Revitalisierung eines traditionell bedeutenden Industriestandortes ein Alleinstellungsmerkmal und von besonderem Gewicht in der Entwicklung regionaler Infrastruktur. Über diesen Fundus verfügt der Industriestandort Hettstedt-Großörner-Mansfeld.

Die Verknüpfung zwischen Güterfern- und Regionalverkehr soll durch den Ausbau der landkreiseigenen Hauptanschlussbahn Hettstedt und die Erweiterung und Optimierung der Nutzbarkeit des Bahnhofes Hettstedt konsolidiert und nachhaltig aufgewertet werden.

Im Industriegebiet Hettstedt/Großörner sind mehrere Anschlussnehmer ansässig, welche eine enorme Wirtschaftskraft in der Region darstellen und ein weiteres, sehr gutes Entwicklungspotential für den infrastrukturell günstig gelegenen Industriestandort bieten.

Zielstellung dieses Strukturwandelprojektes soll die Aufqualifizierung der Eisenbahninfrastruktur der Anschlussbahn sein.

Die Zukunftsfähigkeit der Strecke, die Erhöhung der Transportvolumina in Verbindung mit einer Erhöhung der zulässigen Belastungsgrenzen/Tonnagen und Geschwindigkeiten (diese sind derzeit begrenzt auf 30 bzw. 10 Km/h) führen dauerhaft zu einer wesentlichen Verbesserung der Nutzbarkeit und einer möglichen Verlagerung weiterer erheblicher Transportvolumina auf die Schiene.

Aus zuvor genannten Gründen sind zwingend Maßnahmen zum Erhalt bzw. mittelfristig zum Ersatzneubau von 5 Brückenbauwerken sowie erheblichen Investitionsmaßnahmen am zugehörigen Schienennetz der Hauptanschlussbahn notwendig. Dies kann nur in nachhaltig geplanten Bauabschnitten erfolgen.

Digitalisierung und Innovationsförderung, Vernetzung und Bioökonomie - das sind Themen, die im Strukturwandel-Projekt "MakerLab" von zentraler Bedeutung sind.

Im Saal an der Berufsbildenden Schule Mansfeld-Südharz in der Querfurter Straße in der Lutherstadt Eisleben soll deshalb ein offener Innovationsort für Forschung und Entwicklung, Bildung sowie sozial engagierte Projekte entstehen.

Angelegt als mögliches Reallabor und Coworking-Space versteht sich das MakerLab zukünftig auch als Vernetzungsknoten und Denkwerkstatt, in der neue Technologien und Methoden für Unternehmen und Interessierte entstehen und zugänglich gemacht werden.

Im MakerLab können Angebote der ergänzenden beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie Experimentierräume für die Erprobung technischen und handwerklichen Könnens und zur eigenen, kreativen Ideenentwicklung Platz finden. Es sollen dabei neben geeigneten Räumlichkeiten auch die benötigten analogen und digitalen Werkzeuge angeboten werden. Zudem können in dem zukünftigen MakerLab Büroflächen in einer Art Coworking-Space zur Verfügung gestellt werden.

Mehr erfahren Sie hier.

Der Innovationshub "Zukunft Holz & Klima" zählt ebenfalls zu den zentralen Förderprojekten des Landkreises, die im Rahmen des Strukturwandels umgesetzt werden. Der sog. Innohub soll im Schloss Roßla und dem hier angrenzenden Marstall entstehen.

Ziel ist es, hier für knapp 20 Millionen Euro ein Kompetenznetzwerk für Themen rund ums Holz wie forstliche Produktion, Forschung, Holzbereitstellung, Entwicklung von holzbasierten Produkten und nachhaltigen Stoffen aufzubauen.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

 
Masterplan

Der Lenkungsbeirat Strukturwandel

Der Landkreis Mansfeld-Südharz ist als einer von vier Landkreisen sowie der Stadt Halle Bestandteil des Mitteldeutschen Reviers und damit Strukturwandelregion im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Braunkohleverstromung.

Damit stehen Fördermittel zur Gestaltung dieses Prozesses für Projekte im Landkreis zur Verfügung. Wesentliche Grundlagen für die Fördermittelbereitstellung sind einerseits der vom Kreistag beschlossene „Masterplan Strukturwandel Landkreis Mansfeld-Südharz“, und andererseits das Strukturentwicklungsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt sowie die Richtlinie Sachsen-Anhalt Revier 2038.

Diese Richtlinie sieht vor, dass die jeweilige Gebietskörperschaft die Förderwürdigkeit der Projekte des Strukturwandels bestätigt (siehe Punkt 4.2 der Richtlinie). Dazu stellen die Antragsteller zunächst in der internen Arbeitsgruppe Strukturwandel ihre Vorhaben vor. Diese Arbeitsgruppe gibt dann eine Handlungsempfehlung an die aus Vertretern der im Kreistag vertretenen Fraktionen sowie der IHK (Geschäftsstelle Sangerhausen), der Kreishandwerkerschaft, des Kreisbauernverbandes und der Agentur für Arbeit (Sangerhausen).

Nach der Umstrukturierung der Standortmarketing Mansfeld-Südharz GmbH zur Standortentwicklungsgesellschaft ist der Lenkungsbeirat Strukturwandel MSH seit Juni 2022 tätig.

 

Ihre Ansprechpartner für den Strukturwandel

Michael Schumann

Strukturwandelbeauftragter Landkreis Mansfeld-Südharz

Kontakt:

Landkreis Mansfeld-Südharz
Rudolf-Breitscheid-Straße 20/22
06526 Sangerhausen

Telefon    +49 (0) 3464 535 1010

E-Mail     strukturwandel@lkmsh.de

              

SEG

Die SEG ist das zentrale Instrument des Landkreises für die Regionalentwicklung. Der Strukturwandel spielt hierbei eine wichtige Rolle. Verschiedene Ansprechpartner in der SEG stehen zu den unterschiedlichen Themen zur Verfügung.