Im Landkreis Mansfeld-Südharz soll ein überregional bedeutsamer Radweg mit Modellcharakter als Entwicklungsbeispiel für andere Regionen entstehen. Dieser Radweg soll den Landkreis als infrastrukturelle Maßnahme dabei unterstützen, den Strukturwandel in der Region mit voranzutreiben und den Landkreis als Aushängeschild einer modernen, klimafreundlichen Region im Herzen Mitteldeutschlands zu präsentieren und über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen.
Um das Rad als attraktive Alternative zum PKW zu positionieren, bedarf es einer ganzheitlichen Radwegenetzplanung und Maßnahmen, die den Radfahrenden eine schnellere Fortbewegung und Sicherheit im Straßenverkehr gewährleisten. Wenn mit dem Rad im Alltag kurze Strecken effektiver zurückgelegt werden können, profitiert nicht nur der oder die Radfahrende durch mehr Bewegung, sondern auch die Wirtschaft vor Ort. Ein weiteres Ziel liegt in der Etablierung eines touristischen Radweges. Der Landkreis bietet eine einzigartige Kombination aus Highlights des Bergbaus und der Industriegeschichte. Entlang der Halden und den Schächten lässt sich die Vergangenheit erleben. Gleichzeitig fördern die Ausgaben der Touristen die Akteure der Gegenwart.
Die Strecke wird zum einen aus bereits bestehenden und genutzten Radwegeabschnitten sowie aus künftigen, gemäß geltenden Qualitätskriterien des Landes Sachsen-Anhalt sowie des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), noch zu errichtenden Abschnitten, bestehen. Die Planungen des Streckenverlaufs wurden so vorgenommen, dass später ein in sich geschlossener Radweg errichtet wird, der gleichermaßen auch in kleinere Teilabschnitte (bspw. Tagestouren) zerlegt werden kann, um möglichst vielen Ansprüchen von Touristen und Alltagsradfahrern zu genügen. Die Planungen fanden dabei in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden des Landkreises und den Leistungsträgern im Bereich (Kultur-)Tourismus statt.