Das Projekt verbessert an zwei günstig gelegenen Standorten im Landkreis die Gesundheits- und Notfallversorgung unter regionalen Versorgungsgesichtspunkten. Dabei bezieht und erprobt es insbesondere innovative Ansätze. Mit dem Projekt wird ein regionales Gesundheits- und Notfallzentrum (REGENT) in Sangerhausen und Hettstedt errichtet. Wichtige Aufgabe ist dabei die Entwicklung und Erprobung sektorenübergreifender Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen im Land Sachsen-Anhalt.
An beiden Standorten bietet es ambulante ärztliche Versorgung an. Die räumlichen Vorgaben erfüllen alle Bedingungen für den Betrieb von Arztpraxen und für eine innovative Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Die Zentren werden weiter darauf ausgelegt, Patienten und Ärzten im Sinne flexibler Raumkonzepte Angebote für die Ausrichtung von Schulungen (z.B. Diabetesschulungen), Vorträgen, Gruppenbehandlung (Psychotherapie) und Fortbildungsveranstaltungen einschließlich der Technik und Ausstattung zu unterbreiten. Die Einrichtung trägt hinsichtlich ihrer Ökobilanz Modellcharakter und bietet zusätzlichen Raum für Modellprojekte des Landes (z.B. Telenotarzt und Integration der Telemedizin).. Dem Gesundheits- und Notfallzentrum stellt das Projekt eine zentrale Anlaufstelle zur Ersteinschätzung (Triage) voran. Ebenso bildet das REGENT Standort und Startpunkt des „Gesundheits-obilss".
Neben der ambulanten Versorgung richtet das Projekt in den Zentren auch rettungsdienstliche Notfallversorgungen ein. Somit verbessert es neben der ambulanten Versorgung auch die rettungsdienstliche Vorhaltung. Das Projekt hebt Synergieeffekte zwischen den beiden Bereichen. Dabei plant es über einen Personalpool Krankheitsvertretungen oder sogar eine reguläre Rotation von Personal. Dabei richtet sich das Angebot auch an Ärzte, die ihr Interesse am ärztlichen Teil des Rettungsdienstes gern mit einer ambulanten Tätigkeit verbinden möchten. Gleichzeitig schafft das Projekt die Voraussetzungen für die Erprobung und dauerhafte Implementierung von telenotärztlichen und telemedizinischen Leistungen als neuen Ansatz einer zukünftigen Versorgung sowohl im ambulanten als auch präklinischen Bereich.
Am Standort Hettstedt integriert das Projekt zusätzlich ambulantes Operieren und Überwachungsbetten. Insbesondere nach der Schließung der Notaufnahme in der Klinik Hettstedt sollen hier Möglichkeiten der ambulanten Zuweisung von Notfallpatienten erprobt werden.
Die Errichtung von Gesundheits- und Notfallzentren stellt eine für den Landkreis Mansfeld-Südharz besonders bedeutsame Investition zur Verbesserung der wirtschaftlichen Infrastruktur in Form ambulant medizinischer und rettungsdienstlicher Einrichtungen dar. Die geplante Investition fördert den Bereich der öffentlichen Fürsorge zur Verbesserung wirtschaftlicher Standortbedingungen. Nur diese Maßnahme kann ein funktionierendes Gesundheitswesen als entscheidenden Teil der kommunalen Daseinsvorsorge im Landkreis Mansfeld-Südharz aufrechterhalten. Ein Komplett-Paket aus finanziellen Anreizen bei der Aus- und Weiterbildung bei gleichzeitigem Angebot eines auch finanziell attraktiven Arbeitsumfeldes bietet einen erheblichen Anreiz, dass sich Ärztinnen und Ärzte als auch nichtärztliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landkreis Mansfeld-Südharz niederlassen.