Förderbereich Aktive Eingliederung

"Aktive Eingliederung" (1): Förderbereich zur beruflichen Integration von Personen mit besonderen Vermittlungshemmnissen

Ziel
Eine grundlegende Aufgabe der Arbeitsmarktpolitik des Landes Sachsen-Anhalt bleibt es, Arbeitslose und insbesondere Langzeitarbeitslose wieder in nachhaltige und dauerhafte sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse auf dem regulären Arbeitsmarkt zu integrieren.
Das Ziel der Förderung im Bereich "Aktive Eingliederung" besteht in der längerfristigen individuellen lösungsorientierten Integrationsbegleitung der Betroffenen zur Verbesserung der Integrationsfortschritte. Es soll die berufliche Integration in den ersten Arbeitsmarkt oder in Ausbildung erreicht und gefestigt werden.

Inhalt
Im Förderbereich A "Aktive Eingliederung" werden Projekte zur Verbesserung der Integrationschancen von arbeitsmarktfernen Arbeitslosen mit ausgeprägten beschäftigungs-relevanten Defiziten und Integrationsschwierigkeiten und daraus resultierendem besonderen Unter¬stützungsbedarf gefördert. Die Projekte beinhalten umfassende ganzheitliche Angebote zur Aktivierung, persönlichen Stabilisierung und Qualifizierung sowie nachhaltigen beruflichen Eingliederung.

Zielgruppe
Zielgruppe für die Förderung sind am Arbeitsmarkt benachteiligte Personen, die mit Hilfe der Förderangebote nach SGB II oder SGB III nicht mehr erreicht werden können und einen besonderen Unterstützungsbedarf bei der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt oder in Ausbildung haben, wie ältere Arbeitslose ab dem vollendeten 50. Lebensjahr, Langzeitarbeitslose, Arbeitslose mit gesundheitlichen und/oder psychischen Beeinträchtigungen oder Behinderungen, Arbeitslose mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge. Als arbeitslos gelten Personen, die nicht in einem Arbeitsverhältnis stehen und die im Rechtskreis des SGB II bei der Arbeitsagentur oder dem Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende arbeitslos oder arbeitsuchend gemeldet sind.

Zuwendungsvoraussetzungen
Die Projekte müssen ein detailliertes Betreuungs- und Integrationskonzept für eine ausgewiesene Mindestzahl von Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt oder in eine Ausbildung beinhalten. Sie sollen eine Kapazität von mindestens 15 durchgehend besetzten Teilnehmerplätzen haben. Während der gesamten Projektlaufzeit soll die Zahl der besetzten Teilnehmerplätze nicht unterschritten werden.

Antragstellung und Projektauswahl
Antragsberechtigt sind juristische Personen des privaten Rechts, die die Eignung für eine sachgerechte und erfolgreiche Projektdurchführung besitzen. Die Auswahl der Projekte erfolgt im Rahmen themengebundener Wettbewerbe (Ideenwettbewerbe) über den Regionalen Arbeitskreis (RAK) des Landkreises. Im Zeitraum von 2 Jahren stehen für den Landkreis Mansfeld-Südharz voraussichtlich Mittel für 30 Projektplätze zur Verfügung. Der Ideenwettbewerb zum Förderbereich Aktive Eingliederung ist für das 2. Quartal vorgesehen.

(1) Maßgeblich für die Auswahl der Projektvorschläge und das Antragsverfahren sind die Bestimmungen in der Richtlinie Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung, insbesondere zum Förderbereich A.

© Uwe Gajowski E-Mail

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