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Landkreis hält lang erwarteten Bescheid für den Breitbandausbau in den Händen

Sangerhausen - 23.11.2017 -  Der Landkreis Mansfeld-Südharz hat heute den endgültigen Genehmigungsbescheid für den Breitbandausbau im Landkreis vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erhalten.

Landrätin Dr. Angelika Klein: „Auf diese Nachricht haben Unternehmen und Bürger sehnlichst gewartet! Seit September haben wir Tag für Tag gehofft, den Bescheid zu erhalten, denn die Unternehmen und viele Bürgerinnen und Bürger warten händeringend auf ihren Anschluss an ein schnelles Internet. Nun kann der Ausbau starten!“

 Der endgültige Genehmigungsbescheid splittet sich in zwei Teile. So erhält der Landkreis für das Schließen der Wirtschaftlichkeitslücke 1.154.000 EUR aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Weitere 398.000 EUR fließen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Zusammen mit den Landesmitteln (ELER: 2.016.000 EUR/EFRE: 693.000 EUR) stehen im Landkreis Mansfeld-Südharz 4,261 Millionen EUR für den Ausbau des schnellen Internets bereit.

Der Landkreis Mansfeld-Südharz strebt an, die Ausbauverträge mit der Deutschen Telekom AG – die die Ausschreibung um den Breitbandausbau im Landkreis gewonnen hat – in den nächsten Tagen zu unterschreiben.

 „Wir wollen die Verträge schnellstmöglich unterzeichnen. Die Unterschriften unter die Verträge sollen noch 2017 erfolgen“, erläuterte die Landrätin das weitere Vorgehen des Landkreises.

 Die Deutsche Telekom AG hat nach Vertragsunterzeichnung drei Monate Zeit, um die notwendigen Bauarbeiten zu planen. Mit dem eigentlichen Baubeginn ist dann im zweiten Quartal des Jahres 2018 zu rechnen. Ziel bleibt es, allen Bürgerinnen und Bürgern, die dies wünschen, bis 2019 einen Breitbandanschluss mit einer Leistung von über 50 Mbit/s. zur Verfügung zu stellen. Unternehmen sollen die Möglichkeit erhalten, Breitbandanschlüsse mit einer Leistung von 100 Mbit/s. nutzen zu können.

 Hintergrund:

Eine Förderung des Ausbaus leistungsfähiger Breitbandverbindungen erfolgt nur, wenn eine Wirtschaftlichkeitslücke beim Ausbau der schnellen Internetverbindungen (größer 50 Mbit/s.) erkennbar ist. Dies heißt, dass ein Eigenausbau durch die Netzbetreiber unwirtschaftlich ist, weil in einem bestimmten Gebiet zu wenige Kunden die Leistung „schnelles Internet“ ordern. Nicht förderfähig sind Gebiete, in denen das Breitbandinternet bereits heute eine Leistung von 30 Mbit/s. oder größer, besitzt.

Im Landkreis Mansfeld-Südharz wurden vor Beginn der Planung die Gebiete ermittelt, in denen die Die Deutsche Telekom AG in den nächsten zwei Jahren einen Regelausbau vornimmt. Für diese Gebiete gibt es keine Förderung. Zudem wurden die Gebiete ermittelt, in denen es bei einem Ausbau zu einer Wirtschaftlichkeitslücke kommt. Für diese Gebiete wurde im Rahmen eines öffentlichen Verfahrens ein Telekommunikationsanbieter gesucht, der diese mit finanzieller Unterstützung ausbaut. Den Zuschlag für den Landkreis erhielt die Deutsche Telekom AG. Nach Kenntnis des Landkreises wird sich der Hauptauftragnehmer Deutsche Telekom AG beim Ausbau verschiedener Subunternehmen bedienen.

Genaue Aussagen über Termine für bestimmte Ausbaugebiete können nicht getroffen werden. Ohnehin äußert sich die DTAG grundsätzlich nicht zu konkreten Terminen für bestimmte Ausbaugebiete äußert (auch zukünftig nicht).

© Uwe Gajowski E-Mail

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