Kreisseniorenrat gibt in Hettstedt seine Visitenkarte ab

Kreisseniorenrat gibt in Hettstedt seine Visitenkarte ab

Hettstedt - 25.03.2019 - Im grossen Ratssaal im Hettstedter Rathaus fand die 1. Sitzung des Kreisseniorenrates Mansfeld-Südharz (KSR) im Jahr 2019 statt.  Zu Beginn konnten wir ein neues Mitglied im Kreisseniorenrat begrüßen. Frau Liselotte Hummitzsch erhielt von Christiane Fleischer - Amtsleiterin für Soziales und Integration des Landkreises Mansfeld-Südharz - die Berufungsurkunde. Frau Hummitzsch ist von der Stadt Sangerhausen vorgeschlagen und hat schon ihre Aufgabe im KSR gefunden. Die Logistik der Verteilung der Seniorenwegweiser liegt in ihren Händen.

Die Mitglieder des KSR - besonders die aus Hettstedt - wollten von Dirk Fuhlert - neu gewählter Bürgermeister von Hettstedt - wissen, ob er sein Wahlversprechen - die Bildung eines Stadtseniorenrates einhalten kann. Er gab sehr konkret Auskunft : im nächsten Amtsblatt erfolgt ein Aufruf an alle Hettstedter, die sich in solch einem Seniorenrat betätigen möchten, und bereits Anfang Mai wird es einen Termin geben, an dem sich der künftige Rat trifft. Wir wünschen uns natürlich alle, dass sich recht viele Bürger/innen melden und sich jemand den Hut aufsetzt. Die Vorsitzende/n der Stadtseniorenräte Eisleben und Sangerhausen boten Ihre Unterstützung an, und auch der KSR wird nach Möglichkeit mittun. Danke dem Engagement von Herrn Fuhlert für die Senioren/innen der Stadt Hettstedt. Ehrenamt braucht auch immer Hauptamt. Daran ist wohl der im Jahr 2016 gegründete Stadtseniorenrat in Hettstedt gescheitert- so Herr Fuhlert. Diesmal sollte es besser werden - wenn es werden soll.
Rechtsanwältin Andrea Hoffmann gab einen Überblick über Betreuungs-und Vorsorgevollmachten, Erbrecht und Patientverfügungen. Die eine oder andere Frage wurde auch beantwortet. Wichtig war die Botschaft - jeder sollte schriftlich festlegen , was Er oder Sie z.B. in einem ernsten Krankheitsfall wünscht - was mit ihr oder ihm passieren soll. Auch: wer was erben soll oder die Bevollmächtigung zur Vermögenssorge bekommt - sollte geregelt sein. Oft hört man - ja - das müsste ich mal festlegen und dann bleibt es dabei. Man bedenke , dass jeden Tag - egal in welchem Alter - etwas passieren kann und man nicht mehr in der Lage ist, zu entscheiden. Ist nichts festgelegt - greifen die gesetzlichen Regelungen des BGB. Das ist nicht immer das - was man eigentlich wollte! Frau Hoffmann steht selbstverständlich auch für Einzelberatungen zur Verfügung.
Johanna Steglich - Schatzmeisterin des KSR - gab den geprüften und geordneten Jahresabschluss 2018 zur Kenntnis. Zur Mitgliederversammlung im Juni 2019 steht dieser zur Diskussion und Bestätigung an.
In der Diskussion gaben die Mitglieder ihre Aktivitäten vor allem im Rahmen der Stadtseniorenarbeit bekannt. Ein immer wiederkehrendes Problem ist und bleibt der Nahverkehr. Hier müssen wir uns wiederholt mit den Verantwortlichen in Verbindung setzen. Die Angebote der Verkehrsgesellschaft Südharz mbH (VGS) reichen nicht aus - um die Senioren/innen besonders in den Dörfern auch außerhalb des Schülerverkehrs - zu bedienen. Besonders auch an den Wochenenden fährt kein Bus.
Ein breit diskutiertes Thema war die Vereinsamung der Menschen. Auch an diesem Thema bleiben wir dran.

© Uwe Gajowski E-Mail

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