Aktuelles

Biosicherheitsmaßnahmen in der Schweinehaltung

Biosicherheitsmaßnahmen in der Schweinehaltung
Ein Hausschwein im Freiland. Foto: Pixabay/Jai79

Sangerhausen/Luth. Eisleben - 18.09.2020 - Wie den aktuellen Nachrichten entnommen werden konnte, wurde im Brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße bei einem verendet aufgefundenen Wildschwein die Afrikanische Schweinepest (ASP) erstmals in Deutschland nachgewiesen. Dies nimmt das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärangelegenheiten des Landkreises Mansfeld-Südharz noch einmal zum Anlass, um an die gesetzlichen Vorgaben, die bereits ab der Haltung eines Schweines gelten, zu erinnern sowie zu deren Umsetzung zu anzuhalten.
Gerade die sogenannten Biosicherheitsmaßnahmen werden häufig vernachlässigt oder nicht beachtet. Hier sind allen voran Möglichkeiten der Reinigung und Desinfektion von Schuhwerk (z.B. eine Desinfektionswanne) zu nennen. Diese müssen nicht nur vorhanden sein, sondern auch benutzt und regelmäßig gepflegt/erneuert werden. Weitere Schutzmaßnahmen wie betriebseigene Schutzkleidung (z.B. Overall) sollten selbstverständlich sein. Dies auch unter dem Hinweis, dass in betroffenen Ländern eine Infektion von ASP in Hausschweinebeständen immer durch mangelnde Biosicherheit erfolgte.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat zur besseren Verständlichkeit der Vorgaben der Schweinehaltungshygieneverordnung die Broschüre „Schutz vor Tierseuchen – was Landwirte tun können“ zum Download veröffentlicht. Weiterhin gibt es Regelungen zur Kennzeichnung und Registrierung von Schweinen (u.a. Bestandsregister, Stichtagsmeldung, Abgangsmeldungen), die in der Viehverkehrsverordnung festgelegt sind. Näheres kann dem Merkblatt des Landkreises Mansfeld-Südharz zur Schweinehaltung entnommen werden.

Schweinehaltungen, die zwischenzeitlich dauerhaft aufgegeben wurden, sind unter Verwendung des Erhebungsbogens TKZ 06 zeitnah abzumelden.

Mit einer weiteren Verschärfung der rechtlichen Vorgaben sowie Einschränkungen muss bei der derzeitigen sowie einer zukünftigen sich verschlechternden Tierseuchenlage gerechnet werden. Die oben erwähnten Regelungen sollten daher nicht nur im eigenen Interesse eingehalten werden, sondern auch um eventuelle finanzielle Nachteile zu vermeiden. So werden z.B. bei Entschädigungsanträgen im Tierseuchenfall die oben genannten Bestimmungen mit abgeprüft und können bei Nichteinhaltung zu Kürzungen von bis zu 100% führen. Verstöße gegen die Bestimmungen sind weiterhin bußgeldbewährt und können empfindliche Bußgelder nach sich ziehen. Jeder Tierhalter sollte daher -unabhängig ob es sich um die ASP oder eine andere Tierseuche handelt -Vorkehrungen treffen, um seine Tierhaltung vor dem Einschleppen und dem Verschleppen einer Tierseuche zu schützen!

Beachten Sie bitte auch die Hinweise, die in den angehängten Informationsblättern gegeben werden:

Für weitere Informationen stehen Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärangelegenheiten gerne zur Verfügung.

© Uwe Gajowski E-Mail

Zurück