Ideenwettbewerb "Aktive Eingliederung" - 2022

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Förderbereich „Aktive Eingliederung“

Ideenwettbewerb „Aktive Eingliederung“

Der Landkreis Mansfeld-Südharz beteiligt sich am Landesprogramm „Aktive Eingliederung“ zur Verbesserung der Integrationschancen von arbeitsmarktfernen Arbeitslosen mit ausgeprägten beschäftigungsrelevanten Defiziten. Die Grundlage für die Durchführung des Wettbewerbs und Umsetzung entsprechender Projekte ist die Richtlinie REGIO AKTIV des Landes Sachsen-Anhalt.

Ideenwettbewerb „Aktive Eingliederung“ gestartet: Der Regionaler Arbeitskreis MSH ruft zur Abgabe von Projektvorschlägen auf.

Menschen eine neue berufliche Perspektive zu geben ist eine besondere Aufgabe der Landesrichtlinie REGIO AKTIV, der auch für den Landkreis Mansfeld-Südharz eine große Bedeutung besitzt. Der Regionale Arbeitskreis des Landkreises, in dem Vertreter der Arbeitsagentur, des Jobcenters, der Wirtschaft, der Freien Wohlfahrtspflege, verschiedener sozialer Träger und des Landkreises gemeinsam arbeiten, hat deshalb zu einem Ideenwettbewerb aufgerufen. Bildungsträger und andere geeignete Institutionen können bis zum 26.07.2022 ihre Projektvorschläge einreichen.

Ziel ist es, Arbeitslose längerfristig individuell und lösungsorientiert bei der Integration in Arbeit oder in Ausbildung zu begleiten. Das Programm „Aktive Eingliederung“ wird aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Für den Landkreis Mansfeld-Südharz stehen in den kommenden 3 Jahren rund 1.250.000 Euro zur Verfügung. Damit können 2 Projekte mit je mindestens 12 Teilnehmerplätzen gefördert werden.

Details zum Programm finden Sie hier: Aktive Eingliederung.

 

Symbol Beschreibung Größe
MSH_FB_A Projektvorschlag_FP
35 KB
RAK-MSH_Aufruf zum Ideenwettbewerb Aktive Eingliederung_220621
0.9 MB
MSH_FB_A_Projektvorschlag_2022
0.9 MB
MSH Bewertung 2022
0.6 MB
LSA-Auszug REGIO AKTIV
0.5 MB
Datenschutzhinweise gemäß EU-VO
0.3 MB

© Uwe Gajowski E-Mail

Soziale Förderprogramme/EU-Recht

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Die kommunalen Gebietskörperschaften wie Gemeinden, Städte und Landkreise werden in ihrer Organisation und Selbstverwaltung immer mehr durch Regeln und Zielsetzungen der Europäischen Union beeinflusst. Einerseits durch engere finanzielle Spielräume, andererseits durch direkte und indirekte Gesetzgebung wird der freie Handlungsspielraum der Kommunen eingegrenzt. Längst nimmt neben Magdeburg als Landes- und Berlin als Bundeshauptstadt nun auch Brüssel immer mehr Einfluss auf unser Leben und unsere Möglichkeiten. Auf kommunaler Ebene müssen nahezu 80 % aller Entscheidungen der Europäischen Institutionen und deren nationalen Folgeregeln beachtet und eingehalten werden.


Während dies einerseits die kommunale Selbstbestimmung begrenzt, eröffnet es andererseits auch ein breites Feld an vielfältigen Möglichkeiten, die es zu finden und zu nutzen gilt. Durch entsprechende Förderprogramme, die die Zielsetzungen der EU in praktische Maßnahmen umsetzen sollen, werden nun Projekte möglich, die die Kommunen bislang nicht selbst durchführen konnten. Der größte Teil des EU-Haushaltes fließt in die zurzeit etwa 3.000 EU-Förderprogramme, welche in nahezu allen Themenbereichen angesiedelt sind. Oft werden solche EU-Fördermaßnahmen durch ergänzende Programme des Bundes und der Länder begleitet. Unterstützt wird der Landkreis Mansfeld-Südharz dabei durch die EU Service-Agentur.

Der Landkreis Mansfeld-Südharz hat bestenfalls nur indirekte und auch nur geringe Einflussmöglichkeiten auf die Entscheidungen der EU. Daher ist es von besonderer Bedeutung, sich rechtzeitig über geplante Maßnahmen zu informieren, um dann frühzeitig mit der Entwicklung von passenden, eigenen Projekten hier vor Ort beginnen zu können.

Dazu ist ein funktionierendes, informelles Netzwerk der verschiedenen privaten, kommunalen, gesellschaftlichen sowie übergeordneten Akteure ein überaus wichtiges Werkzeug. Durch die Zusammenarbeit werden Synergien angestrebt, die ein effektives Engagement in Maßnahmen im europäischen Kontext sowie die Akquisition von Fördergeldern der EU ermöglichen sollen. Ebenso sollen auf diese Weise neue Impulse, Strategien und Lösungen sowie innovative Ideen und Erfahrungswerte entwickelt und genutzt werden.


Durch die Beteiligung an EU-Projekten soll neben der Nutzung finanzieller Unterstützungsleistungen außerdem auch der Bekanntheitsgrad des Landkreises Mansfeld-Südharz im europäischen Raum erhöht werden. Dies kann die Attraktivität des Landkreises erhöhen und indirekt das Marketingkonzept der Standortentwicklungsgesellschaft Mansfeld-Südharz mbH unterstützen.

Der Landkreis Mansfeld-Südharz steht als Ansprechpartner und Vermittler zur Verfügung, wenn sich im Landkreis die Frage nach möglicher EU-Förderung für ein Projekt stellt. Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt vor allem den Bereichen der Europäischen Strukturpolitik (EFRE, ESF) und der Entwicklung des ländlichen Raumes im Rahmen des Leader-Programms (ELER).

 

 

© Uwe Gajowski E-Mail