TOP 20 - Leistungen des Bürgerservices

Bezeichnung:
Wohngeld - Wohngeldreform 2016
Beschreibung:

Leistungsbeschreibung

Wenn das Einkommen Ihres privaten Haushalts nicht ausreicht, um selbst die Kosten für eine angemessene Wohnung zu tragen, haben Sie einen Rechtsanspruch auf Wohngeld, sofern die Voraussetzungen des Wohngeldgesetzes vorliegen. Keinen Anspruch auf Wohn-geld haben u. a. Empfänger sogenannter Transferleistungen, in denen die Unterkunfts-kosten bereits berücksichtigt sind, wie z. B. Arbeitslosengeld II und Sozialgeld nach dem SGB II („Hartz IV“), Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII).

Maßgebend für die Höhe des Wohngeldes sind die Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, die Höhe des Gesamteinkommens  und die Höhe der berücksich-tigungsfähigen Miete bzw. Belastung. Das Wohngeldgesetz sieht bundesrechtlich festgelegte Höchstbeträge für Miete bzw. Belastung vor. Das Wohngeld wird als Mietzuschuss (für Mieterinnen und Mieter) oder als Lastenzuschuss (für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer) gewährt.

Wohngeld können Sie nur erhalten, wenn Sie einen Antrag stellen und das Vorliegen der Voraussetzungen des Wohngeldgesetzes nachweisen.

Am 1. Januar 2016 tritt eine Wohngeldreform mit wesentlichen Leistungsverbesserungen in Kraft. Mit dieser Reform wird das Wohngeld deutlich erhöht und es erreicht wieder mehr Menschen, insbesondere Haushalte mit geringen Erwerbseinkommen, Rentnerinnen und Rentner. Darüber hinaus sieht das neue Wohngeldgesetz höhere Freibeträge bei der Einkommensermittlung für Alleinerziehende, häuslich pflegebedürftige Menschen mit Behinderung und Kinder unter 25 Jahren mit eigenem Einkommen vor.

An wen muss ich mich wenden?

Anträge können vor Ort bei den Wohngeldbehörden der Landkreise, kreisfreien Städte sowie der Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern gestellt werden, die auch alle Fragen zum Wohngeld beantworten.

Fachaufsichts- und Widerspruchsbehörde gegenüber den Wohngeldbehörden ist das Landesverwaltungsamt.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Dies ist im Einzelnen aus den  Antragsformularen auf Miet- bzw. Lastenzuschuss zu entnehmen, die bei der Suche der örtlich zuständigen Wohngeldbehörde zum Download bereit stehen.

Welche Gebühren fallen an?

Es werden keine Kosten erhoben.

Welche Fristen muss ich beachten?

Das Wohngeld wird in der Regel für zwölf Monate bewilligt, und zwar ab dem 1. des Monats, in dem Sie den Wohngeldantrag gestellt haben. Danach ist ein neuer Antrag erforderlich.

Wer bereits Wohngeld für einen über den 31.12.2015 hinausgehenden Bewilligungszeitraum erhält, braucht keinen Antrag auf Erhöhung zu stellen – sie erfolgt im Laufe des Monats Januar 2016 automatisch.

Wer Wohngeld erstmals für den Bewilligungszeitraum ab 01.01.2016 beantragen möchte, kann sich die neuen Antragsformulare entweder bei den Wohngeldbehörden abholen oder auf der Seite der örtlich zuständigen Wohngeldbehörde als auch auf  der Internetseite des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr als PDF-Datei mit interaktiven Formularfeldern öffnen, am PC ausfüllen, speichern und ausdrucken.

Rechtsgrundlage