News | Aktuelles

Vermarktung von Graupapageien nur mit EU-Bescheinigung

Ein Graupapagei. Foto: R. Böhlert

Magdeburg/Sangerhausen - 19.07.2018 - Für Halter der beliebten Graupapageien gibt es seit Januar 2017 eine wichtige Neuheit: Im Falle der Vermarktung sind jetzt behördliche EU-Bescheinigungen erforderlich. Verbleiben diese Vögel im Besitz, sind noch keine Dokumente notwendig. Fehlen diese Bescheinigungen beim Verkauf, drohen strafrechtliche Ermittlungen.
Aufgrund von Problemen bei der nachhaltigen Nutzung der Wildbestände ist es zu einem rasanten Rückgang mit der Gefahr des Aussterbens für die Graupapageien in ihrem zentralafrikanischen Verbreitungsgebiet ge-kommen. Deshalb wurden durch die Konferenz der über 200 Staaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens ein weltweites Handelsverbot und die Hochstufung in den höchsten Schutzstatus, den Anhang A, für diese Art festgelegt.

Ausnahmen von diesem strengen Vermarktungsverbot, z. B. für legal gezüchtete Papageien, müssen beim Verkauf durch eine sogenannte EU-Bescheinigung nachgewiesen werden. Diese EU-Bescheinigungen können die Vogelhalter Sachsen-Anhalts beim

CITES-Büro des Landesamtes für Umweltschutz
Zerbster Str. 7
39264 Steckby

unter Vorlage der vollständigen Herkunftsbelege beantragen. Außerdem ist eine Kennzeichenablesung durch die Naturschutzbehörde des zuständigen Land- bzw. Stadtkreises zu veranlassen.

Hinweise zur Antragstellung und den artenschutzrechtlichen Anforderungen sind unter

www.lau.sachsen-anhalt.de > Naturschutz > Internationaler Artenschutz (CITES)

zu finden. Denn die Halter geschützter Tiere müssen auch noch weitere gesetzliche Pflichten einhalten wie die Kennzeichnung und die Anmeldung beim CITES-Büro.

© Uwe Gajowski E-Mail