Soziale Förderprogramme/EU-Recht

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Die kommunalen Gebietskörperschaften wie Gemeinden, Städte und Landkreise werden in ihrer Organisation und Selbstverwaltung immer mehr durch Regeln und Zielsetzungen der Europäischen Union beeinflusst. Einerseits durch engere finanzielle Spielräume, andererseits durch direkte und indirekte Gesetzgebung wird der freie Handlungsspielraum der Kommunen eingegrenzt. Längst nimmt neben Magdeburg als Landes- und Berlin als Bundeshauptstadt nun auch Brüssel immer mehr Einfluss auf unser Leben und unsere Möglichkeiten. Auf kommunaler Ebene müssen nahezu 80 % aller Entscheidungen der Europäischen Institutionen und deren nationalen Folgeregeln beachtet und eingehalten werden.


Während dies einerseits die kommunale Selbstbestimmung begrenzt, eröffnet es andererseits auch ein breites Feld an vielfältigen Möglichkeiten, die es zu finden und zu nutzen gilt. Durch entsprechende Förderprogramme, die die Zielsetzungen der EU in praktische Maßnahmen umsetzen sollen, werden nun Projekte möglich, die die Kommunen bislang nicht selbst durchführen konnten. Der größte Teil des EU-Haushaltes fließt in die zurzeit etwa 3.000 EU-Förderprogramme, welche in nahezu allen Themenbereichen angesiedelt sind. Oft werden solche EU-Fördermaßnahmen durch ergänzende Programme des Bundes und der Länder begleitet. Unterstützt wird der Landkreis Mansfeld-Südharz dabei durch die EU Service-Agentur.

Der Landkreis Mansfeld-Südharz hat bestenfalls nur indirekte und auch nur geringe Einflussmöglichkeiten auf die Entscheidungen der EU. Daher ist es von besonderer Bedeutung, sich rechtzeitig über geplante Maßnahmen zu informieren, um dann frühzeitig mit der Entwicklung von passenden, eigenen Projekten hier vor Ort beginnen zu können.

Dazu ist ein funktionierendes, informelles Netzwerk der verschiedenen privaten, kommunalen, gesellschaftlichen sowie übergeordneten Akteure ein überaus wichtiges Werkzeug. Durch die Zusammenarbeit werden Synergien angestrebt, die ein effektives Engagement in Maßnahmen im europäischen Kontext sowie die Akquisition von Fördergeldern der EU ermöglichen sollen. Ebenso sollen auf diese Weise neue Impulse, Strategien und Lösungen sowie innovative Ideen und Erfahrungswerte entwickelt und genutzt werden.


Durch die Beteiligung an EU-Projekten soll neben der Nutzung finanzieller Unterstützungsleistungen außerdem auch der Bekanntheitsgrad des Landkreises Mansfeld-Südharz im europäischen Raum erhöht werden. Dies kann die Attraktivität des Landkreises erhöhen und indirekt das Marketingkonzept der Standortmarketing Mansfeld-Südharz GmbH unterstützen.


Der Landkreis Mansfeld-Südharz steht als Ansprechpartner und Vermittler zur Verfügung, wenn sich im Landkreis die Frage nach möglicher EU-Förderung für ein Projekt stellt. Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt vor allem den Bereichen der Europäischen Strukturpolitik (EFRE, ESF) und der Entwicklung des ländlichen Raumes im Rahmen des Leader-Programms (ELER).

Zuständiger Ansprechpartner für Soziale Förderprogramme und EU-Recht im Landkreis Mansfeld-Südharz ist

Karsten Braun
Tel. +49 3464/535-1010
Fax +49 3464/535-1090
E-Mail:

© Uwe Gajowski E-Mail