Durchführung eines Interessenbekundungsverfahrens - Sozialarbeit Kita

Durchführung eines Interessenbekundungsverfahrens zur Übertragung der Aufgaben der Kindertageseinrichtung(Kita)-Sozialarbeit als Pilotprojekt an jeweils 2 Kitas an den Standorten Eisleben und Sangerhausen

Öffentliche Stelle:
Landkreis Mansfeld-Südharz
Jugendamt
Rudolf-Breitscheid-Straße 20/22
06526 Sangerhausen

Ansprechpartnerin:
Sandra Gängel
Telefon: +49 (0) 3464 535 3203
E-Mail:

 1. Ausgangslage

Die Zusammenarbeit von Familien und Kindertageseinrichtungen ist aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen in den letzten Jahren zahlreichen Belastungen unterworfen und wird auch in den nächsten Jahren durch folgende Einflussfaktoren bestimmt werden: Kernfamilie statt Großfamilie; Berufstätigkeit beider Eltern, Ausbalancierung beruflicher Anforderungen mit den Bedürfnissen und Erfordernissen der Familie; Erziehungsunsicherheit / Handlungsunsicherheit; Entstandardisierung von Erziehungswerten hin zur Normenvielfalt verstärken Unsicherheit und damit Orientierungslosigkeit; Egozentrische und hedonistische Lebenseinstellungen und individualisierte Lebensführung als Folge von Konsum-, Spaß- und Mediengesellschaft im Gegensatz zu familiären Werten wie Selbstrücknahme, Sorge für Andere, Beständigkeit, Ausdauer; eine Vielzahl von Partnerschaften scheitern und führen zur Trennung und Scheidung; vielfältige Familienformen mit unterschiedlichen Herausforderungen als Folge von Trennung und Scheidung, anderen Lebenskrisen oder Lebenschancen moderner Gesellschaft; Familien mit Migrationshintergrund; Unterschichtfamilien - Bildungsferne Familien; Multi-Problem-Familien, Kinder- und Familien-Armut.

Die Anforderungs- und Arbeitssituation in Kindertageseinrichtungen haben sich durch diese Belastungsfaktoren vor allen in folgenden Bereichen verändert: Zusammen­arbeit mit den Eltern, Einflüsse des familiären Hintergrunds der Kinder, kindlicher Förder- und Unterstützungsbedarf sowie damit einhergehende inhaltliche und organisatorische Anforderungen.

Der Aspekt der Zusammenarbeit mit den Eltern stellt einen ganz wesentlichen Einflussfaktor auf die Arbeits- und Anforderungssituation in den Kindertagesstätten dar. Dabei hängen deren Qualität und Gelingen in erster Linie davon ab, inwiefern die pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung auf Offenheit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit seitens der Eltern stoßen. Zeigen die Eltern Vorbehalte, sich der Kita gegenüber zu öffnen, oder haben Probleme, externe Hilfen anzunehmen, sind die pädagogischen Fachkräfte besonders gefragt, aktiv auf die Eltern zuzugehen und einen partnerschaftlichen Umgang zu fördern und zu pflegen. Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit den Eltern ganz wesentlich von der Art und Höhe des individuellen Unterstützungsbedarfes der Familien abhängig.

Auch die Anforderungen, die sich aus dem familiären Hintergrund der betreuten Kinder ergeben, sind enorm prägend für den Kita-Alltag und die pädagogische Praxis. Herrschen in den Familien problematische und instabile Verhältnisse, hat das entscheidende Auswirkungen auf die Arbeit in den Kitas. Bei Kindern aus belasteten Herkunftsfamilien sind die pädagogischen Fachkräfte nicht nur verstärkt gefragt, fehlende familiäre Bindungen zu kompensieren, sie müssen häufig auch soziale, emotionale und gesundheitliche Entwicklungsdefizite auffangen.

Der kindliche Förder- und Unterstützungsbedarf stellt eine weitere zentrale Dimension der Anforderungsbedingungen in den Einrichtungen dar. Dieser ist in erster Linie vom Entwicklungsstand der Kinder abhängig, der häufig eng mit dem familiären Hintergrund zusammenhängt. Vor allem Kinder aus einkommensschwachen, bildungsfernen Elternhäusern liegen häufig hinter einem altersgerechten Entwicklungsstand zurück und weisen Defizite im Bereich ihrer kognitiven, sprachlichen, sozialen und emotionalen Fähigkeiten auf. Aber auch die allgemein beobachtbare zunehmende Erziehungsunsicherheit/ Handlungsunsicherheit/ Orientierungslosigkeit von Müttern und Vätern aufgrund von Entstandardisierungen hin zur Normenvielfalt im Bereich Erziehung zeigen hier große Auswirkungen. Entsprechend sind hier die pädagogischen Fachkräfte besonders gefragt, diese Entwicklungsrückstände durch individuelle Unterstützung und Zuwendung zu kompensieren. Da dies jedoch nicht nur eine erhöhte allgemeine Aufmerksamkeit der pädagogischen Fachkräfte erfordert, sondern darüber hinaus mehr Zeit in eine intensive und individuelle Betreuung der einzelnen Kinder investiert werden muss, resultieren aus einem hohen kindlichen Förder- und Zuwendungsbedarf deutlich gesteigerte Arbeits- und Anforderungsbedingungen an die pädagogischen Fachkräfte.

Aus dem Förder- und Unterstützungsbedarf resultieren des Weiteren ganz konkrete inhaltliche und organisatorische Anforderungen an die pädagogischen Fachkräfte und das pädagogische Angebot der Kitas. So erfordern bspw. Ent­wicklungsverzögerungen im Bereich der Sprache der Kinder besondere sprachfördernde Maßnahmen, die es in den Kita-Alltag zu integrieren gilt. Hierzu ist nicht nur viel Zeit von Nöten, sondern darüber hinaus vor allem hinreichend quali­fiziertes Personal sowie zum Teil die Zusammenarbeit mit Dolmetscher*innen, Logopäd*innen oder ähnlichen externen Kooperationspartner*innen. Dies kann die Komplexität der organisatorischen Gestaltung der Arbeit und des Kita-Alltages erhöhen. Hierzu zählen neben internen organisatorischen Anforderungen, wie der (zeitlichen) Organisation des Personals, auch die Organisation und Koordination notwendiger Kooperationen mit externen Institutionen.

Die zusätzlichen Herausforderungen/Aufgaben, die sich aus diesen gesellschaftlichen Entwicklungen ergeben, sind für das Erzieher-Team mit den vorhandenen Personalressourcen oft nur noch zum Teil zu bewältigen, so dass betroffene Kinder und ihre Eltern entsprechend den Aufgabenvorgaben nur noch eingeschränkt unterstützt und begleitet werden können. In der Übergangsphase Kindergarten-Schule werden dann die erheblichen Beeinträchtigungen der Chancengleichheit und Teilhabe dieser Kinder und ihrer Familien offensichtlich.

Kindertageseinrichtungen in Bezirken mit besonderem Entwicklungsbedarf sind von dieser Situation häufiger betroffen, als Einrichtungen im ländlichen Raum. Erzieher*innen fällt es hier zunehmend schwerer, die Vielzahl der Probleme in ihrer alltäglichen Arbeit zu bewältigen und Kinder und Eltern auf dem Weg zur Lösung zu unterstützen und zu begleiten.

Wie im „Teilplan Frühe Hilfen – Bedarfsplanung 2018-2022“ festgestellt und beschrieben, werden vermehrt Auffälligkeiten bei Kindern von Fachkräften aus dem frühkindlichen Bereich und verschiedenen Einrichtungen/ Institutionen (Kita, Beratungsstellen, Gesundheitsamt, Sozialamt, Jugendamt, Grundschule, usw.) festgestellt. Darüber hinaus wurde im Rahmen des Arbeitskreises „Übergangsgestaltung Kita-Grundschule“ präventiver Unterstützungsbedarf in Form von sozialer Arbeit in der Kita im Landkreis Mansfeld-Südharz mehr als deutlich. Der emotionale, kognitive und soziale Entwicklungsstand vieler Kinder entspricht seit Jahren nicht mehr den Anforderungen des schulischen Lernens bei Schuleintritt.

In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, dem Landesschulamt, Leiterinnen einzelner Kitas, Trägerverantwortlicher, der Netzwerkstelle für Schulerfolg, dem Jugendamt und anderen wurden je zwei Kitas in Sangerhausen und Eisleben ausgewählt, die aufgrund eines erhöhten Förderbedarfes, einer hohen Anzahl von Kita-Gebührenübernahmen durch das Jugendamt und der Lage in Vierteln mit besonderem Entwicklungsbedarf ein entsprechendes Maß an multiplen Herausforderungen vorweisen. Die Kinder der Einrichtungen in Sangerhausen und Eisleben werden jeweils derselben Grundschule zugeführt.

Die Kindertageseinrichtungen "Apfelbäumchen" und "Gänseblümchen" (insgesamt ca. 200 Kinder von 0-6 Jahren) wurden für den Standort Eisleben und "John-Schehr-Straße" und "Haus Sonnenschein" (insgesamt ca. 200 Kinder von 0-6 Jahren) für den Standort Sangerhausen ausgewählt.

2. Anlass des Interessenbekundungsverfahrens

Der Bedarf an diesem Angebot wurde in Zusammenarbeit mit mehreren Einrichtungen, Institutionen, Fachkräften und Familien festgestellt und nachgewiesen. Das Angebot wird derzeit nicht im Landkreis Mansfeld-Südharz vorgehalten.

3. Rechtsgrundlage und Hinweise zum Interessensbekundungsverfahren

Dieses Interessenbekundungsverfahren wird gemäß § 7 Landeshaushaltsordnung (LHO LSA) und den hierzu geltenden Verwaltungsvorschriften durchgeführt.

Die Veröffentlichung dieser Informationsunterlage enthält eine unverbindliche Aufforderung zu einer Interessensbekundung. Es handelt sich bei diesem Interessenbekundungsverfahren nicht um ein Vergabeverfahren nach den vergaberechtlichen Bestimmungen des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), der Vergabeordnung (VgV) oder den Vergabeordnungen (VOL/A, VOB/A, VOL) und keine Vorabinformation, sondern lediglich um eine Markterkundung. Mit diesem Interessenbekundungsverfahren werden weder der Landkreis Mansfeld-Südharz noch die Interessenten zur Durchführung des Projekts berechtigt oder verpflichtet. Das Interessenbekundungsverfahren dient vielmehr der Vorbereitung der Entscheidung durch den Landkreis Mansfeld-Südharz über die Einleitung einer eventuellen Auftragsvergabe. Die im Rahmen des Verfahrens ausgetauschten Unterlagen, sowie mündliche Abstimmungen sind demnach für beide Seiten unverbindlich. Aus der Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren lassen sich keine Verpflichtungen des Landkreises Mansfeld-Südharz herleiten und es können insofern auch keine Ansprüche gegen den Landkreis Mansfeld-Südharz geltend gemacht werden – insbesondere nicht aus der Nichtberücksichtigung von Angeboten und Konzepten.

 4. Ziele, Aufgaben, Anforderungsprofil

Der Landkreis Mansfeld-Südharz soll gemäß § 16 (1) Sozialgesetzbuch (SGB) Achtes Buch (VIII) Müttern und Vätern und jungen Menschen Leistungen der allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie anbieten. Sie sollen dazu beitragen, dass Mütter und Väter ihre Erziehungsverantwortung besser wahrnehmen können. Sie sollen auch Wege aufzeigen, wie Konfliktsituationen in der Familie gewaltfrei gelöst werden können. Nach § 13 (1) SGB VIII sollen im Rahmen der Jugendhilfe außerdem jungen Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligung oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, sozialpädagogische Hilfen angeboten werden, die ihre schulische und berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre soziale Integration fördern.

Ziele und Grundsätze

•     Die zusätzliche Personalressource KiTa-Sozialarbeiter*in soll die Chancengleichheit von benachteiligten Kindern und deren Familien verbessern und auf eine bruchlose und kontinuierliche Bildungsbiografie hinwirken.
•     Sie soll dazu beitragen, die Selbsthilfepotenziale der Kinder und Familien hin­sichtlich ihrer Lebensgestaltung zu stärken, wiederherzustellen oder zu sichern und Kinder und deren Familien befähigen, am gesellschaftlichen und öffentlichen Leben teilzunehmen.
•     Die/der zusätzliche Mitarbeiter/in soll Eltern darin stärken, Verantwortung für die Erziehung und Entwicklung ihrer Kinder zu übernehmen.
•     Sie soll verschiedene Methoden der sozialen Arbeit in präventiven Angeboten sowie Angeboten der unterstützenden Beratung und Begleitung anwenden. In der Arbeit mit den Kindern kommen zusätzlich Methoden zum Anleiten/Unter­richten/Fördern sowie Erziehung zur Anwendung.
•     Sie soll ressourcenorientiert mit Blick auf die Merkmale des Familiensystems, ihrer sozialen Stellung, ihrem Netzwerk sowie der jeweiligen Angebotsstruktur vor Ort arbeiten (Lebenswelt-Orientierung / Sozialtraum-Orientierung).
•     Für die Arbeit gelten die Qualitätskriterien Niedrigschwelligkeit, Kontinuität, Beteiligung, Offenheit, Kooperation, Vernetzung, Zielgruppenansprache.
•     Die/der zusätzliche Mitarbeiter/in hat einen eigenen Auftrag und nimmt nicht Aufgaben des Regelbetriebs einer Kindertagesstätte wahr. Der originäre Aufgabenbereich des Kita-Sozialarbeiters ist von allen tangierenden Arbeitsfelder in diesem Kontext (Erzieher*in in der Kita, Leiter*in der Kita, Grundschullehrer*in, Frühförderer/in, Schulsozialarbeiter, etc.) abzugrenzen.

Aufgaben

•     Durchführung von Beratungen, sowohl einzeln als auch in Gruppen mit Kindern, Eltern, Familien oder Fachkräfte der Kindertagesstätte.
•     Information über vorhandene Unterstützungs- bzw. Hilfeangebote, z.B. über Beratungseinrichtungen, Angebote zur Stärkung der Erziehungs- und Alltags­kompetenz, zur Verbesserung der Gesundheitsvorsorge oder der Sicherung von Grundbedürfnissen.
•     Koordinierung und Vermittlung von Unterstützungs- bzw. Hilfeangebote für Kinder, Eltern und/oder Familien, einschließlich Wegweiser Beratung.
•     Unterstützende Begleitung und Motivation zur Annahme von Angeboten innerhalb und außerhalb der Kindertagesstätte, einschließlich einer ggf. erforderlichen weiteren Begleitung (beratend und/oder auch tatsächliche Begleitung zur Einleitung von entlastenden Maßnahmen).
•     Unterstützung der Kita-Fachkräfte bei Ermittlung und Feststellung des Förderbedarfs eines Kindes
•     Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung mit dem Ziel der Konfliktprävention und Konfliktbewältigung in Form einzelfallbezogener Unterstützung von Kindern und/oder sozialpädagogischen Gruppenangeboten
•     Förderung von Aufmerksamkeit, Konzentration und Entspannung in Form einzelfallbezogener Unterstützung von Kindern und/oder sozialpädagogischen Gruppenangeboten
•     Entwicklung und Durchführung von Maßnahmen zur Gestaltung der Übergänge vom Elternhaus in die Kindertagesstätte, innerhalb der Kindertagesstätte sowie von der Kindertagesstätte in die Schule.
•     Qualitätssicherung: (A) Über die Arbeit ist dem Jugendamt nach vorgegebenen Kriterien verbindlich zu berichten. Zusätzlich wird eine fachliche Diskussionsplatt­form (Jugendamt, Träger, Kita-Leitung, Kita-Erzieherinnen, Kita-Sozialarbeiter) eingerichtet mit dem Ziel des Austausches über Inhalte, Arbeitsmethoden- und techniken, Verlauf und Ergebnisse der Kita-Sozialarbeit. In diesem Forum sollen unter anderem Konzepte veröffentlicht und diskutiert werden. Die Mitarbeit und Teilnahme sind verbindlich. (B) Teilnahme an Fortbildungs- und Vernetzungsangeboten zum Arbeitsfeld Kita-Sozialarbeit.

Die Aufgaben können vor Ort in der Kindertagesstätte oder bei Bedarf aufsuchend wahrgenommen werden. Handlungsformen der sozialen Arbeit sind dabei u.a. Analyse/ Diagnostik, Informieren/ Allgemein Beraten, Anleiten/ Unterrichten/ Fördern, Erziehen, Verhandlung/ Vermittlung, Beschaffung und Versorgung, Begleiten/ Beistehen/ Betreuen und Präventionsarbeit. Je nach Aufgabe, Bedarf und Adressat sind Formen der Einzelfallarbeit oder Gruppenarbeit einzusetzen.

 Anforderungsprofil

•     Pädagogische Fachkraft mit einem Fachhochschulabschluss (z.B. Sozial­pädagoge/in, mit staatlicher Anerkennung, Kindheitspädagoge/in, Heil­pädagoge/in, Elementar- bzw. Frühpädagogik) oder eine vergleichbare Qualifikation.

•     Erfahrungen in der Netzwerk- und Projektarbeit

•     Erfahrungen oder Kenntnisse in der Elementarpädagogik und Entwicklungspsychologie

•     Beratungskompetenz und ausgeprägte soziale und kommunikative Fähigkeiten

Bei der Ausgestaltung des Pilotprojektes sollte von einer Pilotphase von 3 Jahren ausgegangen werden Es ist von einem personellen Bedarf von insgesamt zwei Vollzeitstellen auszugehen.

Das Jugendamt übt die Fachaufsicht für dieses Projekt aus, ist vollumfänglich zu beteiligen und fortlaufend einzubeziehen.

5. Zeitraum der Maßnahme

 Projektbeginn sollte der 01.12.2018 sein. Das Ende der Pilotprojektphase wäre demnach der 30.11.2021.

 6. Anforderungen für Interessentinnen und Interessenten

Der Träger, der sein Interesse bekunden möchte, muss anerkannter Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII im Landkreis Mansfeld-Südharz und hier tätig sein.

Er sollte die "Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des Schutzauftrages nach § 8a SGB VIII sowie zur Sicherstellung des Tätigkeitsausschlusses einschlägig vorbestrafter Personen nach § 72 a SGB VIII" mit dem Jugendamt abgeschlossen haben.

Über eigene Erfahrungen aus dem Aufgabenbereich Kindertageseinrichtung und den damit verbundenen Herausforderungen muss der Träger verfügen und dies nachweisen.

(Anlage 1)

Ebenso soll eine Kurzbeschreibung des Trägers als Ganzes, z.B. Gesamtaufgabenfeld im Landkreis Mansfeld-Südharz, aufgezeigt werden (Anlage 2). Hierbei sind insbesondere Leistungen der stationären, teilstationären und ambulanten Hilfen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, z.B. Beratungsstellen, Schulsozialarbeit, Sozialpädagogische Familienhilfe, Sozialpädagogische Tagesgruppen, etc. und der Frühen Hilfen und der Frühförderung aufzuzeigen.

Es muss eine aussagekräftige Konzeption unter Berücksichtigung der Kriterien zur Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität (Bewertungskriterien) eingereicht werden (Anlage3). Diese sollte aussagekräftig und prägnant auf höchstens 25 Seiten erläutert werden.

Des Weiteren muss eine detaillierte Kostenkalkulation beigefügt werden (Anlage 4). Für die Berechnung der Personalkosten sind Stellenbeschreibung, Eingruppierung und jeweilig anzuwendender Tarifvertrag einzureichen. Anerkannte Träger der freien Jugendhilfe können Ihr Interesse nur für beide Stellen (je Standort eine Stelle) zusammen bekunden, u.a. aus Gründen der gegenseitigen Vertretbarkeit, der Gewährleistung des regelmäßigen Austausches, usw. Die Interessenten müssen alle Anlagen vollständig ausfüllen und per Post einreichen. Es sind ausschließlich die vom Landkreis Mansfeld-Südharz gestellten Formulare zu verwenden.  

7. Abgabefrist für die Interessenbekundungserklärung

Die vollständig ausgefüllte und unterschriebene Interessenbekundungserklärung einschließlich der Anlagen müssen bis spätestens
08. August 2018 um 12:00 Uhr 
schriftlich im verschlossenen Umschlag beim

Landkreis Mansfeld-Südharz
Jugendamt
Rudolf-Breitscheid-Straße 20/22
06526 Sangerhausen

eingehen.

Der Umschlag ist außen mit folgender Aufschrift zu versehen:

„Vertraulich! Unterlagen zur Interessenbekundung: Kita-Sozialarbeit“
Unvollständige Eingänge können nicht berücksichtigt werden.

8. Erstattung von Kosten (Vergütung)

Für die Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren wird keine Vergütung gewährt. Eine Erstattung von Kosten, die den Teilnehmern durch die Bearbeitung der Interessensbekundung entstehen, erfolgt nicht. Auch Auslagen der Teilnehmer werden nicht ersetzt.

9. Veröffentlichung / Bekanntmachung

Diese Interessensbekundung wird im Amtsblatt und auf der Homepage des Landkreises Mansfeld-Südharz veröffentlicht.

10. Anlagen

1. Nachweis Anerkennung freier Träger und Erfahrungen im Aufgabenbereich Kindertageseinrichtung
2. Kurzbeschreibung Gesamtaufgabenfeld Träger
3. Konzeption Kita-Sozialarbeit - Kriterien zur Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität (Bewertungskriterien)
4. Kostenkalkulation inklusive Stellenbeschreibung, Eingruppierung, Tarifvertrag

Symbol Beschreibung Größe
IBV_Anlage 4_Kostenkalkulation inklusive Stellenbeschreibung, Eingruppierung, Tarifvertrag inter
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IBV_Anlage 3_Konzeption Kita-Sozialarbeit - Kriterien zur Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität (Bewertungskriterien)
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IBV_Anlage 2_Kurzbeschreibung Gesamtaufgabenfeld Träger
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IBV_Anlage 1_Anerkennung Träger_Erfahrungen KitaBereich - inter
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© Uwe Gajowski E-Mail