Förderbereich Aktive Eingliederung

Aktive Eingliederung

1      Anliegen des Wettbewerbs
In unserer Region ist bestimmten Zielgruppen die Arbeitsmarktintegration nach wie vor erheblich erschwert. Das Ziel der Projekte soll darin bestehen, durch Integrationsbegleitung der Betroffenen längerfristige individuelle, lösungsorientierte Integrationsfortschritte und schließlich ihre berufliche Integration in den ersten Arbeitsmarkt oder in Ausbildung zu erreichen und zu festigen.

2      Zielgruppen
Gefördert werden sollen am Arbeitsmarkt benachteiligte Personen, die mit Hilfe der Förderangebote nach SGB II oder SGB III nicht mehr erreicht werden können und einen besonderen Unterstützungsbedarf bei der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt oder in Ausbildung haben. In Mansfeld-Südharz sollen die Konzepte schwerpunktmäßig auf folgende Personengruppen gelegt werden:

- Ältere Arbeitslose (50+) und

- Langzeitarbeitslose, insbesondere Alleinerziehende und gering qualifizierte Langzeitarbeitslose,

- Arbeitslose mit gesundheitlichen und/oder psychischen Beeinträchtigungen oder Behinderungen sowie Arbeitslose mit Migrationshintergrund, insbesondere Flüchtlinge.

Die Teilnahme am Projekt ist für Personen mit Wohnsitz im Landkreis Mansfeld-Südharz möglich, die in keinem Arbeitsverhältnis stehen und die im Rechtskreis des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (SGB II) bei der Arbeitsagentur oder dem Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende arbeitslos oder arbeitsuchend gemeldet sind sowie kein Arbeitslosengeld (SGB III) beziehen.

3      Auswahlbedingungen
In Mansfeld-Südharz sind konzeptionell neben den Kriterien der Richtlinie „Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung“ folgende Aspekte zu beschreiben und bei der Umsetzung zu gewährleisten:

1.    In den Projektvorschlägen ist die Gleichstellung von Frauen und Männern besonders zu beachten. Die Projektansätze sollen so gewählt werden, dass sie Frauen und Männer gleichermaßen ansprechen und bei der Förderung der Integrationen der Zielgruppen entsprechende Arbeitsplätze akquiriert werden.

2.    Die Konzepte sollen ausdrücklich beschreiben, wie mit (a) Langzeitarbeitslosen mit geringer Qualifikation und (b) alleinerziehenden Langzeitarbeitslosen gearbeitet werden wird, um die in der Richtlinie genannten Ziele zu erfüllen.

3.    Voraussetzung für die Berücksichtigung des Projektvorschlags ist die erklärte Bereitschaft, die Integrationsfortschritte der Teilnehmenden nach einem vorgegebenen Schema zu dokumentieren und der Geschäftsstelle des RAK vierteljährlich anonymisiert in elektronischer Form zu übermitteln.

4      Wer kann sich am Wettbewerb beteiligen?
Zur Teilnahme am Wettbewerb sind juristische Personen des privaten Rechts, die durch fachliche Qualität und Zuverlässigkeit sowie unter Beachtung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit die Eignung für eine sachgerechte und erfolgreiche Projektdurchführung besitzen, berechtigt. Sofern der Antragsteller tariflichen Bestimmungen unterliegt, sind diese einzuhalten.

5      Projektumfang, Zeitraum und -dauer
Insgesamt können in Mansfeld-Südharz 2 Projekte mit je mind. 15 Plätzen – 1 Projekt im Stadtgebiet von Sangerhausen und 1 Projekt im Stadtgebiet von Eisleben oder Hettstedt – gefördert werden. Das Fördervolumen ist je Projekt auf maximal 400.000 Euro beschränkt. Die Projekte werden für die Dauer von 24 Monaten gefördert. Die Projekte sollen zum 01.10.2019 beginnen.

6      Was wird gefördert?
Förderfähig sind auf die Zielgruppe zugeschnittene Projekte zur Aktivierung, persönlichen Stabilisierung und Qualifizierung sowie nachhaltigen beruflichen Eingliederung. Die Herangehensweise sollte in jeder Hinsicht den Problemlagen der Zielgruppen gerecht werden und sich auf einen ganzheitlich und individuell ausgerichteten Methodenmix stützen.

Für die Konzepterstellung sind die Festlegungen aus der „Rahmenrichtlinie zur Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung“ Teil 2, FB A Ziffer 1.3 nachvollziehbar zu berücksichtigen. Die Projektvorschläge müssen ein detailliertes Betreuungs- und Integrationskonzept enthalten. Eine Mindestzahl an Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt und/oder in eine Ausbildung ist in den Konzepten zu benennen. Besonderes Augenmerk ist auf die Feststellung der persönlichen und beruflichen Potenziale zu richten, um darauf aufbauend gezielt eine individuelle Integrationsstrategie zu entwickeln. Die Projektplanung muss berücksichtigen, dass ein Projekteinstieg jederzeit möglich ist, um bei ausscheidenden Teilnehmer/inne/n für „Nachrücker/innen“ einen effektiven Projekteinstieg und kontinuierlichen Betreuungsprozess zu gewährleisten.

Regional wird erwartet, dass die Projektkonzepte folgende Aspekte berücksichtigen:

1.    Als Grundlage der Teilnehmerbetreuung wird eine im Konzept verankerte solide und zielgruppenkonforme Potenzial- und Kompetenzfeststellung erwartet. Für die Teilnehmenden sind auf der Grundlage eines vorgegebenen Schemas (ist als Anlage Bestandteil des Ideenwettbewerbs) die im Projekt erreichten Fortschritte (Integrationsfortschrittmessung) mindestens halbjährlich zu dokumentieren.

2.    Ein wichtiger Schwerpunkt der Projekte ist auf die Vorbereitung, Durchführung und fachliche sowie sozialpädagogische Begleitung von Integrationspraktika zu legen. Die Konzepte sollen inhaltlich und zeitlich so flexibel gestaltet werden, dass sie bedarfsweise auch Raum für die Einbindung weiterer, in Regie der Grundsicherungsstelle durchzuführender Maßnahmen bieten. (s. Ziff. 4)

3.    Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt liegt regional in der Integrationsbegleitung am Arbeitsplatz. Teilnehmer/innen sollen dabei unterstützt werden, den oft ungewohnten Anforderungen und Belastungen des beruflichen Wiedereinstiegs begegnen zu können und es soll frühzeitig erkannt werden, welche speziellen Unterstützungsangebote die Nachhaltigkeit der Integration stärken.

4.    Die Projekte sind so zu konzipieren, dass sie eine gute Zusammenarbeit mit der Grundsicherungsstelle unter Einbeziehung der Möglichkeiten des Teilhabechancengesetzes ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit der Grundsicherungsstelle ist so zu gestalten, dass sie den Integrationsprozess ihrerseits zusätzlich befördern kann.

5.    Die Projektkonzepte sollen von einer regelmäßigen Verweildauer der Teilnehmer/innen im Projekt von 3 bis 4 Monaten ausgehen. Dies betrifft die Handlungsfelder Integrationspraktika und Integrationsbegleitung. Sollte die Betreuung über mehrere Handlungsfelder (ggf. ergänzend zu den genannten) erforderlich sein, verlängert sich die Verweildauer, jedoch nicht über den in der Richtlinie Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung benannten Zeitrahmen.

6.    Die Umsetzung der in der Richtlinie Zielgruppen und Beschäftigungsförderung benannten Projektelemente ist konkret zu beschreiben.

7      Einreichung der Projektvorschläge
Die Antragsunterlagen sind in elektronischer Form vorgegeben und können bei der Geschäftsstelle des Regionalen Arbeitskreises per Mail (RAK@LKMSH.de) angefordert werden. Auf der Internetseite des Landkreises Mansfeld-Südharz stehen sie unter Ideenwettbewerbe\Aktive Eingliederung ebenfalls als Download bereit.

Die Projektvorschläge sind bis zum 29.03.2019 um 10:00 Uhr
bei der Geschäftsstelle des Regionalen Arbeitskreises Mansfeld Südharz

unter folgender Anschrift in doppelter Ausfertigung und in einem verschlossenen Briefumschlag mit Hinweis auf den Wettbewerb „Ideenwettbewerb Aktive Eingliederung" einzureichen:

Landkreis Mansfeld-Südharz
Geschäftsstelle des Regionalen Arbeitskreises
Rudolf-Breitscheid-Str. 20/22
06526 Sangerhausen

Ergänzend sind die Projektvorschläge in elektronischer Form (Mail an u. g. Mailadresse oder Datenträger an die gen. Postanschrift) zum gleichen Termin einzureichen.

Später eingehende Projektvorschläge bzw. Nachreichungen können nicht mehr berücksichtigt werden.

Für Ihre Fragen und weitere Informationen zum Wettbewerb steht Ihnen

Herr Georg Lohr, Tel.: 03464 535 1523, Mail: RAK@LKMSH.de

zur Verfügung.

Die Antragsunterlagen sowie weitere Hinweise und Handreichungen finden Sie in den nachfolgenden Dokumenten.

Symbol Beschreibung Größe
FSIB_AE-Hinweise und Begriffe_2015.pdf
0.7 MB
LKMSH_Erläuterung-Bewertungs-IW-AE_190304.pdf
0.3 MB
Antragsformulare
0.7 MB
Inhalte
0.5 MB
Informationsblatt
0.2 MB

© Uwe Gajowski E-Mail

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